Gemeinderatssitzung vom 25.07.2017; Tagesordnung mit Presseberichten

Meldung vom 27.07.2017

Am Dienstag, dem 25.07.2017 fand im Sitzungssaal des Rathauses Steinbach a.Wald eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates mit nachfolgender Tagesordnung statt.

TAGESORDNUNG

BÜRGERFRAGESTUNDE

  1. Bayern-Netz-Natur-Projekt für die Rennsteigregion
  2. Bundestagswahl am 24. September 2017
    a) Einteilung der Wahlbezirke und Bestimmung der Wahlräume
    b) Bildung der Wahlvorstände und des Briefwahlvorstands
    c) Erfrischungsgelder
    d) Versicherung der Wahlhelfer
  3. Umbau des Waldes zwischen der Brunnenstraße und dem Erdwall bei den Scherbenplätzen
  4. Grund- und Mittelschule Windheim
    Antrag auf Umbau der Bücherei zum Gruppenraum
  5. Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik für die Gemeindeteile Kehlbach und Steinbach a.Wald

PRESSEBERICHTE

Steinbach am Wald beteiligt sich am Bayern-Netz-Natur-Projekt

von Heike Schülein

Steinbach am Wald - Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend die Teilnahme am Naturschutzprojekt in der Rennsteigregion. Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Frankenwald Landkreis Kronach.
Geschäftsführer Dietrich Förster sowie Petra Brehm vom Naturpark Frankenwald stellten Hintergründe und Intention des Projektes vor. Im nördlichen Frankenwald finde sich ein deutschlandweit einmaliges Gebiet mit Bärwurzwiesen und Feuchtgebieten. Deren langfristiger Erhalt beziehungsweise Förderung und in diesem Zusammenhang auch der Erwerb von Grundstücken bilden den Mittelpunkt des Naturschutzprojekts.

Ziele seien insbesondere eine ökologisch-ökonomisch sinnvolle Entwicklung und Vernetzung sowie die Bewahrung der wertvollen historischen Kulturlandschaft. Laufzeit ist vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020. Man rechnet mit Gesamtkosten von 470 000 Euro. Die Förderung seitens des bayerischen Naturschutzfonds beträgt 400 000 Euro. Die restlichen 70 000 Euro sollen je zur Hälfte der Landkreis sowie die fünf – hoffentlich – teilnehmenden Gemeinden tragen: Tettau, Ludwigsstadt, Steinbach am Wald, Teuschnitz und Tschirn. Dies entspricht für jede Gemeinde 2350 Euro pro Jahr. Gemeinderätin Angela Wiegand (CSU) erkundigte sich bezüglich etwaiger emissionsrechtlicher Einschränkungen für an das Schutzgebiet angrenzende Industriebetriebe. Dies vereinten Förster und Brehm. Dennoch stimmte Wiegand dagegen.

Der Gemeinderat beschloss – ebenfalls bei Gegenstimme von Wiegand – den Umbau des Waldes zwischen der Brunnenstraße und dem Erdwall bei den Scherbenplätzen. Dies erfolgt durch Fällung aller Bäume sowie Wiederaufforstung des Waldstreifens. Laut Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) fand hierzu bereits ein Ortstermin mit Martin Körlin und den Anliegern statt. „Wie Herr Körlin ausführte, ist der Wald grundsätzlich zu erneuern, da zum einen mehr und mehr Käferbefall zu verzeichnen ist und zum anderen die Standsicherheit der hohen Fichten nicht mehr gewährleistet werden kann“, erklärte Löffler. Der Wald wird zum Mischwald umgebaut. Parallel zu den Anliegergrundstücken wird ein Bewirtschaftungsweg als klare Abgrenzung zum Wald errichtet. Der Gesamtaufwand für die Gemeinde beträgt circa 21 000 Euro, welchem ein Erlös von circa 30 000 Euro gegenüber steht. Angela Wiegand bedauerte, dass dadurch die bereits erfolgten Anpflanzungen zerstört würden und es wieder dauere, bis die Neuanpflanzung hoch gewachsen sei. Anders sah dies ihre Parteikollegin, Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel: „Das ist der einzig sinnvolle Weg. Fichten sind Flachwurzler. Die Leute haben Angst, dass sie umfallen.“ Dem schloss sich Dritter Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) an: „Eine Fichte hat neben einem Haus nichts zu suchen, weg damit!“

Bücherei wird Gruppenraum
Die ehemalige Bücherei der Grund- und Mittelschule Windheim wird zum Gruppenraum umgebaut. Das Gremium folgte damit einem Antrag von Rektorin Andrea Paschold. Der Grund ist die gestiegene Gruppenzahl, einhergehend mit dem erhöhten Platzbedarf. Die Schätzkosten von 40 000 Euro sind im Haushalt 2017 nicht berücksichtigt. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag.
Bei der Sitzung wurden die Modalitäten für die Bundestagswahl am 24. September festgelegt. Die Mitglieder der Wahlvorstände und des Briefwahl-Vorstands erhalten eine Entschädigung von 25 Euro. Für sie wird eine Fahrzeugversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 300 Euro und Unfallversicherung abgeschlossen. Es entstehen einmalige Kosten von rund 1300 Euro.

Laut Rainer Neubauer (Bürgerliste Kehlbach) gibt es derzeit in Kehlbach keinen Platz, um Plakate anbringen zu können. Eventuell könne man die nicht mehr genutzten Gemeindetafel-Kästen umbauen. Wie Bürgermeister Löffler ausführte, wolle man sich eh einmal mit dem Aufhängen von Plakaten auseinandersetzen, da dies oftmals kein schöner Anblick sei.

Straßenbau geht voran
Der Bürgermeister informierte, dass der Bau der Saatsstraße 2209 sehr gut vorangeht. Am kommenden Samstag wird auf der gesamten Strecke die Deckschicht aufgebracht. Daher wird der Bereich Kreisel zum Kreisel von 8.30 bis 18 Uhr komplett gesperrt. Die Fertigstellung und Freigabe des Bauabschnitts erfolgt am darauffolgenden Freitag, eventuell auch schon Mitte der Woche. Die Bergstraße wird am Dienstag und Mittwoch asphaltiert und abgeschlossen. Die Baumaßnahme in Windheim werde sich bis Mitte September hinziehen. Der lang ersehnte Ausbau der KC 18 zwischen Hirschfeld und Windheim erfolgt am 14. August unter Vollsperrung.
Nach aktuellem Stand werde man das Freizeit- und Tourismuszentrum Anfang Oktober eröffnen können. Bereits im September, spätestens zum Schuljahresbeginn, soll das Schwimmbad genutzt werden können. hs

aus "Fränkischer Tag" vom 27.07.2017


Den Bärwurzwiesen zuliebe
Die Gemeinde Steinbach beteiligt sich an einem Naturschutzprojekt in der Rennsteigregion. Träger ist der Landschaftspflegeverband Frankenwald Landkreis Kronach.

Von Heike Schülein

Steinbach am Wald – Geschäftsführer Dietrich Förster sowie Petra Brehm vom Naturpark Frankenwald haben in der jüngsten Steinbacher Gemeinderatssitzung ein Projekt des landesweiten Biotopverbunds „BayernNetzNatur“ vorgestellt. Demnach befinde sich im nördlichen Frankenwald ein deutschlandweit einmaliges Gebiet mit Bärwurzwiesen und Feuchtgebieten. Deren langfristiger Erhalt beziehungsweise Förderung und in diesem Zusammenhang auch der Erwerb von Grundstücken bilden den Mittelpunkt des Naturschutzprojekts. Ziele seien insbesondere eine ökologisch-ökonomisch sinnvolle Entwicklung und Vernetzung sowie die Bewahrung der wertvollen historischen Kulturlandschaft. Laufzeit ist vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020. Man rechnet mit Gesamtkosten von 470 000 Euro, darunter unter anderem Grunderwerb beziehungsweise Pachtkosten von 200 000 Euro. Für die Öffentlichkeitsarbeit plant man 70 000 Euro, für die Erfolgskontrolle 20 000 Euro, für den Personalkostenzuschuss 150 000 Euro sowie für die Sachkosten 30 000 Euro ein.
Die Förderung seitens des Bayerischen Naturschutzfonds beträgt 400 000 Euro. Die restlichen 70 000 Euro sollen je zur Hälfte der Landkreis sowie die fünf – hoffentlich – teilnehmenden Gemeinden tragen: Tettau, Ludwigsstadt, Steinbach am Wald, Teuschnitz und Tschirn. Dies entspricht für jede Gemeinde 2350 Euro pro Jahr. Gemeinderätin Angela Wiegand (CSU) erkundigte sich bezüglich etwaiger emissionsrechtlicher Einschränkungen für an das Schutzgebiet angrenzende Industrie-Betriebe. Dies verneinten Förster und Brehm. Ein Schutzgebiet-Charakter in dem Sinne sei nicht gegeben. Alles geschehe auf freiwilliger Basis. Eine Gegenstimme kam von Wiegand.
Der Gemeinderat beschloss – ebenfalls bei Gegenstimme von Wiegand – den Umbau des Waldes zwischen der Brunnenstraße und dem Erdwall bei den Scherbenplätzen. Dies erfolgt durch Fällung aller Bäume sowie Wiederaufforstung des Waldstreifens. Laut Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) fand hierzu bereits ein Ortstermin mit Martin Körlin und den Anliegern statt. „Wie Herr Körlin ausführte, ist der Wald grundsätzlich zu erneuern, da zum einen mehr und mehr Käferbefall zu verzeichnen ist und zum anderen die Standsicherheit der hohen Fichten nicht mehr gewährleistet werden kann“, erklärte Löffler. Der Wald wird zum Mischwald umgebaut. Parallel zu den Anliegergrundstücken wird im Abstand eines circa zwei Meter breiten Grünstreifens ein drei Meter breiter Bewirtschaftungsweg errichtet. Der Gesamtaufwand für die Gemeinde beträgt circa 21 000 Euro, welchem ein Erlös von circa 30 000 Euro gegenüber steht. Wiegand (CSU) bedauerte, dass dadurch die bereits erfolgten Anpflanzungen zerstört würden. Anders sah dies ihre Parteikollegin, 2. Bürgermeisterin Monika Barnickel: „Das ist der einzig sinnvolle Weg. Eine Fichte ist ein Flachwurzler. Die Leute haben Angst, dass sie umfallen.“ Dem schloss sich 3. Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) an: „Eine Fichte hat neben einem Haus nichts zu suchen, weg damit!“

Die ehemalige Bücherei der Grund- und Mittelschule Windheim wird zum Gruppenraum umgebaut. Das Gremium folgte damit einem Antrag von Rektorin Andrea Paschold. Der Grund ist die gestiegene Gruppenzahl einhergehend mit dem erhöhten Platzbedarf. Im Zuge der Umbauarbeiten wird zur Sicherstellung des 2. Rettungsweges eine Verbindung von der jetzigen Bücherei zum darunterliegenden Gruppenraum geschaffen. Die Schätzkosten von 40 000 Euro sind im Haushalt 2017 nicht berücksichtigt. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag.

Hier wird überall – noch – gebaut
Sehr gut voran geht der Bau der Staatsstraße 2209. Am Samstag wird auf der gesamten Strecke die Deckschicht aufgebracht. Daher wird der Bereich zum Kreisel von 8.30 Uhr bis 18 Uhr komplett gesperrt. Die Fertigstellung und Freigabe des Bauabschnitts erfolgt nach Herstellung der Busausfallrinnen in der Otto-Wiegand-Straße zur Apotheke
am nächsten Freitag – eventuell auch schon Mitte der Woche. Somit würde sich lediglich eine Bauzeit von fünf – veranschlagt waren neun – Wochen ergeben.
Die Bergstraße wird am Dienstag und Mittwoch asphaltiert und abgeschlossen.
Die Baumaßnahme in Windheim werde sich bis Mitte September hinziehen.
Der lang ersehnte Ausbau der KC 18 zwischen Hirschfeld und Windheim erfolgt am 14. August unter Vollsperrung. Baueinweisung ist am 9. August.
Nach aktuellem Stand werde man das Freizeit- und Tourismuszentrum Anfang Oktober eröffnen können. Bereits im September, spätestens zum Schuljahresbeginn, soll das Schwimmbad genutzt werden können.
Abschließend verwies man auf das am Wochenende in Windheim anstehende Sängerfest.

aus "Neue Presse" vom 27.07.2017

Kategorien: Aktuelles