12.04.2018

Am Dienstag, dem 10. April 2018 fand im Sitzungssaal des Rathauses Steinbach a.Wald eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates mit nachfolgender Tagesordnung statt.

TAGESORDNUNG

BÜRGERFRAGESTUNDE

  1. Bestätigung des neu gewählten Kommandanten sowie der (neu) gewählten stellvertretenden Kommandanten der FF Kehlbach
  2. Waldwirtschaftsplan 2018
  3. Förderoffensive Nordostbayern
    Neugestaltung des „Marktplatzes“ mit Errichtung einer Dorfscheune in Windheim
    Bauantrag und Baudurchführungsbeschluss
  4. 1. Änderung des Bebauungsplanes „Wiegand-Glas“ zur Erweiterung der Betriebsflächen Fl.Nrn. TF 423, 424/1, 425 und 426, jeweils Gemarkung Steinbach a.Wald
    Satzungsbeschluss

PRESSEBERICHT

Schmuckstück für die Windheimer

Bei der Steinbacher Gemeinderatssitzung stellte Architekt Elmar Ruß die Pläne für die Neugestaltung des „Marktplatzes“ in Windheim vor. Zuschüsse von 90 Prozent kommen von der Förderoffensive Nordostbayern.

VON HEIKE SCHÜLEIN

Steinbach am Wald — Eine Dorfscheune, ein Freisitz mit Überdachung und natürlich der Plan, auf dem alljährlich die Kirchweih mit Musik und Tanz gefeiert wird – der neue „Marktplatz“ in Windheim nimmt Gestalt an. Mit kleinen Änderungen beziehungsweise Anregungen beschloss der Gemeinderat die von Elmar Ruß vorgestellte Entwurfsplanung. Diese war bereits vorab von den Vereinsvorsitzenden auf breite Zustimmung gestoßen.

Die Pläne sehen auf dem Kirchweihplatz ein zweigeschossiges Versorgungsgebäude – sprich die Scheune – vor, davor einen Platzbereich für 110 Personen mit Überdach sowie die als Grünbereich angelegte Tanzfläche. Die bisher viereckige Pflasterfläche um den Plan wird rund. In der Dorfscheune finden sich Sanitäranlagen – unten ein Behinderten-WC, oben Damen- und Herren-WCs – sowie Haustechnikräume. Es sind 24 Sitzplätze vorhanden.

Auf Forderung des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken soll die Scheune als altes Bauernhaus dargestellt werden. Das Dach wird mit Naturschiefer in altdeutscher Form gedeckt. Die Scheune erhält einen Lärche -Natur-Grauton. Die Innenausstattung wird mit den Nutzern abgesprochen. Die Gesamtkosten belaufen sich inklusive Nebenkosten auf 687 000 Euro. Für die Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 70 000 Euro. Die Kosten für den Grundstückskauf betragen 63 000 Euro, für den Gebäudeabbruch 30 000 Euro. Die reinen Gebäudekosten liegen bei 390 000 Euro: 342 000 Euro für die Baukosten sowie 46 000 Euro für die Haustechnik. Der Gemeinderat zeigte sich angetan von den Planungen. „Die Pläne sind nichts Bombastisches, sondern bewegen sich im Rahmen“, meinte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU). Man wolle damit keine Konkurrenz zu Gaststätten schaffen. Die Maßnahme diene der Erhaltung der traditionellen Kirchweih. Private Vermietungen erfolgten nicht. Die Scheune wird mit einem Spülbecken und einem kleinen Herd ausgestattet, nicht mit einer Theke. Als Ausschank müssen die Nutzer einen mobilen verwenden.

Zu den Anregungen des Gremiums zählten eine Rampe am Haus insbesondere für ältere Leute sowie dem leichteren Transport beispielsweise von Bierfässern. Die untere der beiden geplanten Treppen soll wegfallen. In dem für Autofahrer schwer einsehbaren Bereich, der die Festbesucher direkt auf die KC 18 führen würde, sah man eine Gefahrenquelle. An Parkraum wird die Parkfläche beim Teich ausgewiesen. Die Pläne gehen zur Bewilligung an das Landratsamt und dann zur Bescheidung an das Amt für Ländliche Entwicklung.

Revierleiter Martin Körlin, der den Gemeindewald betreut, stellte den Waldwirtschaftsplan 2018 vor. Wie Körlin ausführte, sollte alljährlich eine sogenannte Forsteinrichtung als Betriebs-und Planungsinstrument erstellt werden. Dies geschah zuletzt vor 18 Jahren. Dabei wurde der alljährliche Hiebsatz auf 210 Festmeter Holz im Gemeindewald festgelegt. Die Zahlen seien fortgeschrieben worden, stimmten aber aufgrund zwischenzeitlicher Entwicklungen nicht mehr. Nach dem Plan hätte man in den Jahren rund 3700 Festmeter schlagen dürfen, tatsächlich waren es über 4900 Festmeter. Die Übernutzung sei vor allem dem Käferholz sowie verschiedenen Baumaßnahmen geschuldet.

Nicht vorgenommen wurde die eingeplante Holzernte von 600 Festholz aus Altbestand. 2017 betrug der Einschlag 440 Festmeter Holz. Gründe waren wiederum Käferholz sowie der Trassen-Aufhieb für den Straßenbau Windheim-Hirschfeld.

Holzeinnahmen von 29 000 Euro ergaben 2017 – abzüglich der Ausgaben – ein Plus von 22 000 Euro. Heuer rechne man mit einem Hieb von 500 Festmetern Holz. Als Maßnahmen stehen aus Gründen der Verkehrssicherheit der Bereich Scherbenplatz der Firma Wiegand-Glas an, wo ein Anliegerweg gebaut werden soll, wie auch das Fällen verfaulter Bäume in Hirschfeld Richtung Aumühle. Hinzu komme der Bau des neuen Rückewegs beim Straßenbau Windheim-Hirschfeld.

Jens Trebes legt Mandat nieder
Mit Schreiben vom 27. März legte Jens Trebes (SPD) sein Amt als Gemeinderat zum 30. April nieder. Dem kam man nach. Nach der Gemeinderatswahl 2014 ist erster Listennachfolger der SPD Werner Fehn. Der Steinbacher wurde als Nachfolger bestimmt und rückt nach. In der Sitzung am 8. Mai wird er vereidigt und Trebes verabschiedet. Der Bürgermeister und die Fraktionschefs bedauerten das Ausscheiden des jüngsten Gremiums-Mitglieds und würdigten sein zehnjähriges kommunalpolitisches Engagement im Gemeinderat. Trebes begründete seine Entscheidung damit, dass ihm die gewissenhafte Erfüllung seiner Amtspflichten durch die Verlagerung seines Lebensmittelpunkts nach Bamberg und seinen anstehenden beruflichen Aufstieg nicht mehr in dem notwendigen Umfang möglich sei. „Mir ist diese Entscheidung schwer gefallen“, betonte er.

Kommandanten
Der Gemeinderat bestätigte den im Rahmen einer Dienstversammlung neu gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Kehlbach, Andreas Büttner. Auch die stellvertretenden Kommandanten – der bisherige Kommandant – Klaus Löffler sowie – neu gewählt – Michael Müller wurden bestätigt. Der Bürgermeister dankte Löffler, der 24 Jahre lang als Kommandant der Wehr vorstand. Gleichzeitig freute er sich, dass sich Büttner in solch jungen Jahren diesem verantwortungsvollen Posten stelle.

Wiegand-Erweiterung
Grünes Licht gab es für den Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes von Wiegand-Glas zur Erweiterung der Betriebsflächen. Dieser sieht eine Erhöhung der Schütthöhe des Scherbenplatzes 6 von bisher sechs auf 9,40 Meter vor. Da der Transport über ein Laufband erfolgt, entfallen entsprechende Radlader-Fahrten, wodurch sich die Emissionswerte verringern.

Rennsteigtaler
Als gemeinsame Währung der Rennsteig-Gemeinden wurde der Rennsteigtaler eingeführt, erhältlich in den Sparkassen-Filialen der Rennsteig-Gemeinden.

KC18-Straßenbau
Im Bereich Hirschfelder Friedhof Richtung Windheim erfolgt der Abtrag – parallel dazu finden Entwässerungsarbeiten statt. Die Gesamtmaßnahme soll Mitte Juli beendet sein. Markus Löffler (CSU) bat um die Wieder-Aufstellung der Muttergottes und des Holzkreuzes am Wegesrand. Dem wird nachgekommen.

Bürgerfest
Die Vorbereitungen für das Bürgerfest in Buchbach am letzten Mai-Wochenende schreiten gut voran. Infos finden sich auf der Gemeinde-Homepage. Der Bürgermeister ergänzte, dass die Gemeinde nun auch in facebook vertreten sei. hs

aus "Fränkischer Tag" vom 12.04.2018

Kategorien: Aktuelles