Gemeinderatssitzung vom 04.10.2016; Tagesordnung und Presseberichte

Meldung vom 06.10.2016

Am Dienstag, dem 04.10.2016 fand im Sitzungssaal des Rathauses Steinbach a.Wald eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates statt.


TAGESORDNUNG

  1. Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
    Kreisentscheid 2016 und Bezirksentscheid 2017
  2. Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP)
    Anhörungsverfahren

PRESSEBERICHTE

Auf die Sieger wartet jetzt der Bezirksentscheid


Beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" gab es für Hirschfeld und Windheim Gold. Damit sind beide eine Runde weiter.

Von Heike Schülein

Steinbach am Wald - "Nach dem Wettbewerb" ist für Windheim und Hirschfeld "vor dem Wettbewerb". Erst kürzlich hatten sich die beiden schmucken Ortsteile von Steinbach am Wald in der Rennsteighalle beim 26. bayernweit stattfindenden Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden" über Goldmedaillen gefreut (die Neue Presse berichtete). Jetzt messen sich die Golddörfer auf Bezirksebene mit den schönsten Ortschaften - und das mit jeder Menge Selbstbewusstsein.

Qualifiziert dafür haben sich Windheim und Hirschfeld durch die erfolgreiche Teilnahme am Kreisentscheid. Windheim war auf Initiative des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins in der Kategorie über 600 Einwohner gemeldet worden sowie darüber hinaus Hirschfeld in der Kategorie unter 600 Einwohner. Die Bewertungskommission besichtigte die beiden Ortschaften am 25. Juli 2016. "Ziel des Wettbewerbs ist es, Menschen dazu zu bewegen, ihre Chancen zu erkennen und die Zukunft ihrer Dörfer aktiv anzugehen", sagte Bürgermeister Klaus Löffler.

Der Bewertungsrahmen umfasst die Bereiche Entwicklungskonzepte - wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung, Grüngestaltung und -entwicklung sowie Dorf in der Landschaft.

"Das sind für Windheim und Hirschfeld tolle Auszeichnungen. Beide können nun durch die Gemeinde für den Bezirksentscheid gemeldet werden", informierte der sichtlich stolze Bürgermeister während der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Die Bewerbung für den Bezirksentscheid muss mindestens drei Seiten mit Fotos umfassen. Bei der dann anstehenden Ortsbesichtigung erfolgt eine größere Präsentation. Der Ortstermin muss gut organisiert sein und man muss das Wesentliche gut vermitteln. Für die Ortsbesichtigung inklusive Präsentation seien in Windheim 2,5 Stunden und in Hirschfeld 2 Stunden einzuplanen. "Wir können jetzt die Weichen für die Zukunft stellen", sprach sich Löffler für die Teilnahme beider Ortschaften an der nächsten Runde aus. Bei der Auszeichnung in der Rennsteighalle waren beide Ortsteile jeweils mit 500 Euro als finanzielle Unterstützung für beim Bezirksentscheid anfallende Kosten bedacht worden.

Im Gremium herrschte parteiübergreifend Einigkeit darüber, die Dörfer für die nächste Runde ins Rennen zu schicken. "Wir brauchen uns nicht zu verstecken", zeigte sich CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Löffler sicher. Ihm schloss sich Fraktionsvorsitzender Klaus Neubauer, SPD, ebenso an wie Uwe Zipfel, FW, der schwärmte: "Es ist einfach immer wieder schön, vom Urlaub zurück nach Hause zu kommen. Hier fühlt man sich einfach wohl." Der Bezirksentscheid endet mit Bronze, Silber oder Gold. Man sollte nicht gleich die höheren Auszeichnungen erwarten, sondern die Teilnahme am Bezirksentscheid in erster Linie unter dem Aspekt "wie sehen Außenstehende den Gemeindeteil?" betrachten, um damit neue Impulse für die Zukunft zu bekommen, meinte Löffler. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Keine Einwände hatte das Gremium bezüglich der Änderungen und der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP), die von Geschäftsstellenleiter Thomas Kotschenreuther vorgestellt wurden. Nach dem mit der Regierungserklärung vom 27. November 2014 vorgelegten 25-Punkte-Progamm "Bayern Heimat 2020" sind Räume mit besonderem Handlungsbedarf neu festzulegen sowie mit besonderen Herausforderungen konfrontierte Gemeinden zu unterstützen. "Der Landkreis Kronach bleibt ein Raum mit besonderem Handlungsbedarf, was sich auch auf die kreisangehörigen Gemeinden erstreckt. Beim Bereich der zentralen Orte sind Kronach und Ludwigsstadt weiter als Mittelzentren festgeschrieben", informierte Kotschenreuther. Räume mit besonderem Handlungsbedarf wurden bereits 2013 festgelegt und abgegrenzt. Nun werden alle Landkreise und kreisfreien Städte, die beim Strukturindikator weniger als 90 Prozent des Landesdurchschnitts erreichen, der erweiterten Förderkulisse zugeordnet. Eine Gemeinde gilt dann als besonders strukturschwach, wenn sie einen unter 70 Prozent des Landesdurchschnitts liegenden Strukturindikator aufweist. Hierzu zählt Steinbach am Wald nicht.

Zu Beginn der Sitzung hatten die Fraktionsvorsitzenden dem Bürgermeister zu seinem Erfolg bei der Landratswahl gratuliert. "Herzblut und großes Engagement, Fachlichkeit und Fairness, dafür steht Klaus Löffler", erklärte Markus Löffler. "Du hast es dir erarbeitet, du hast es dir verdient", meinte Klaus Neubauer. Und auch Josef Herrmann, FW, gratulierte zum Sieg.

aus "Neue Presse" vom 06.10.2016

Zwei schöne Dörfer

Von Veronika Schadeck

Steinbach am Wald - Die Gemeinde Steinbach am Wald will ihre beiden Ortsteile Windheim und Hirschfeld für den Bezirksentscheid im Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“, anmelden. Das wurde bei der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen.
Wie bereits berichtet, gingen die beiden Dörfer als Kreissieger hervor und konnten sich somit für den Bezirksentscheid qualifizieren. Wie Bürgermeister Klaus Löffler erläuterte, sei das Ziel des Wettbewerbs, Menschen dazu zu bewegen, ihre Chancen zu erkennen und die Zukunft ihrer Dörfer aktiv anzugehen. Der Bewertungsrahmen umfasst die Bereiche Entwicklungskonzepte, soziale und kulturellen Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung, Grüngestaltung sowie das Dorf insgesamt in der Landschaft.

Nachdem nun der Gemeinderat die beiden Ortsteile für den Bezirksentscheid anmelden wird, stehen auch im Jahr 2017 – wie beim Kreisentscheid, jedoch mit einer anderen Jury – Ortsbesichtigungen an. Zudem muss auch eine größere Präsentation erstellt werden.

Impulse für die Zukunft
Bürgermeister Klaus Löffler meinte, dass man die Teilnahme am Bezirksentscheid in erster Linie unter dem Aspekt nutzen sollte, „wie sehen Außenstehende den Gemeindeteil“, um Impulse für die Zukunft zu bekommen. Deutlich kam auch zum Ausdruck, dass bei den Vorbereitungen für den Bezirksentscheid vor allem ehrenamtliches Engagement gefragt sei.
Ein weiterer Punkt im öffentlichen Teil war die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP). Hier hatte das Gremium keine Einwände gegen die Änderungen und die Teilfortschreibung. In dieser wurden die Orientierungswerte für Ober-, Mittel- und Grundzentrum definiert.

Für die Gemeinde Steinbach hat die Teilfortschreibung keinerlei Auswirkungen. Nach wie vor ist diese Kommune als Grundzentrum eingestuft.

aus "Fränkischer Tag" vom 06.10.2016

Kategorien: Aktuelles