Gemeinderatssitzung vom 04.07.2017; Tagesordnung mit Presseberichten

Meldung vom 10.07.2017

Am Dienstag, dem 04.07.2017 fand im Sitzungssaal des Rathauses Steinbach a.Wald eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates mit nachfolgender Tagesordnung statt.

TAGESORDNUNG

  1. Bestellung eines Bürgermeisters zum Standesbeamten zur Vornahme von Eheschließungen und zur Begründung von Lebenspartnerschaften
  2. Projekt „Kommunalmarketing“ von Kronach Creativ
    Beteiligung der Gemeinde
  3. Generalsanierung, Erweiterung und Attraktivierung Freizeit- und Tourismuszentrum
    Ausstellungskonzeption und die Innenarchitektur für das FrankenwaldZentrum im OG
  4. Errichtung einer Wegbeleuchtung auf dem Hirschfelder Friedhof


PRESSEBERICHTE

Konzept der Pächterin überzeugte

Dunja Wittmann und ihr Team übernehmen die im Freizeitzentrum integrierte Gastronomie. Sportlicher Zeitplan für das Frankenwaldzentrum.

Von Veronika Schadeck

Steinbach am Wald - Das Freizeit- und Tourismuszentrum war das Schwerpunktthema der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Dabei ging es um die Ausstellungskonzeption und um die Innenarchitektur für das Frankenwaldzentrum. Weiterhin stellte sich mit Dunja Wittmann die Pächterin der im Freizeitzentrum integrierten Gastronomie vor.
Die gelernte Industriekauffrau arbeitete viele Jahre als Servicekraft und Küchenhilfe und hat somit auch Erfahrungen in der Gastronomie sammeln können, so Bürgermeister Thomas Löffler. Die Windheimerin gehe mit Leidenschaft an ihr Projekt und hat das Gremium mit ihrem Konzept überzeugen können. Dunja Wittmann wird unter anderem fränkische Spezialitäten mit regionalen Produkten, saisonbedingte Themenabende, etc. im Restaurant „Fichtenstube“ anbieten. Ergänzend gibt es im Glasbistro kleinere Gerichte. Personal sei vorhanden.

Thomas Löffler bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Tobias Heinlein, der dem Gremium mit Rat zur Seite stand. Er betonte zudem, dass es sich darüber freue, mit der Verpachtung der Gastronomie an Dunja Wittmann einen jungen Menschen aus der Gemeinde eine Chance geben zu können. Weiterhin stellte er die Windheimerin Grit Meusel als neue Mitarbeiterin der Touristinformation vor. Sie tritt ihren Dienst am 1. August an. Carolin Löffler wird als neue Reinigungskraft tätig sein.

Einen sportlichen Zeitplan hat sich die Gemeinde für das Frankenwaldzentrum, das im ersten Obergeschoss des Freizeit- und Tourismuszentrums etabliert werden soll, gesetzt. Bis zum 1. September, also bis zur offiziellen Eröffnung, soll es ausgestattet sein. Zwar muss die Gemeinde aufgrund der Haushaltssituation die Ausstattung nun in einer abgespeckten Form durchführen, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das wurde an den Ausführungen von Stephan Ritter von der Project GmbH/München deutlich. Schon im Erdgeschoss des Freizeit- und Tourismuszentrum sollen die Gäste zu einem Besuch im Frankenwaldzentrum animiert werden. Dazu sollen beispielsweise eine Lichtbildwand, ein Navigationstisch und ein symbolisierter Wasserfall beitragen. An der Rezeption gibt es Audiosets, Broschüren, eine Wandschiefertafel für Kommentare und Nachrichtenaustausch.

Zwei Pavillons werden im Oberschoss das Herzstück ausmachen. Weiterhin sollen Relaxmöglichkeiten geschaffen und freistehende Ausstellungsvitrinen angebracht werden. Glas, die Glasproduktion und die Flößerei sollen erlebbar gemacht werden. Geschaffen wird zudem ein begehbarer Boden aus Glasbruchstücken.

„Offen für Ideen“
Wie Detlef Jarosch erklärte, sei man offen für Ideen zwecks Ausstellung von Exponaten aus der Region. Monika Barnickel (CSU) zeigte sich begeistert. „Es wurde eine Toparbeit in abgespeckter Version geleistet. Es ist etwas Einmaliges!“ Insgesamt 200 000 Euro investiert die Gemeinde in das FrankenwaldZentrum.
Bürgermeister Thomas Löffler wies darauf hin, dass auch bei der Gestaltung der Außenanlagen 2018 typische Merkmale des Frankenwaldes Berücksichtigung finden werden.

Zuvor wurde er einstimmig zum Trauungsstandesbeamten bestellt. Er kann somit Eheschließungen und die Begründung von Lebensgemeinschaften vornehmen. Bei drei Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat die Teilnahme am Kommunalmarketing von Kronach Creativ. Inhaltlich geht es darum, Bürger in der Gemeinde für ein bürgerschaftliches Engagement zu gewinnen. 15 Interviews werden durch die Projektleiterin Margarita Volk-Lovrinovic durchgeführt. Die Ergebnisse sollen anschließend in einen Aktionsplan zusammengeführt werden. Daraus sollen in Klausurtagungen, an denen die Gemeinderäte teilnehmen, Projekte entwickelt werden. Die Aufgabe der Räte wird es dann sein, die Bevölkerung dafür zu begeistern und sie mit einzubinden. Das Projekt dauert bis zum 31. Dezember 2018. Der finanzielle Anteil der Gemeinde liegt bei 4500 Euro. Gefördert wird das Kommunalmarketing durch das Bayerische Staatsministerium.

Klaus Neubauer (SPD) war begeistert. Hirschfeld und Windheim hätten zwar gewisse Initiativen, aber die Bürger in den anderen Gemeindeteilen sollten auch für mehr Bürgerengagement begeistert werden. „Ich bin davon nicht überzeugt“, so Stefanie Neubauer (CSU). Sie begründete dies damit, dass nur die Gemeinderäte an den Klausurtagungen teilnehmen und die Bürger erst zum Schluss mit einbezogen werden sollten. Sie habe Zweifel, ob somit Bürger – die sich bisher nicht für ihre Heimat engagieren, gewonnen werden könnten. Zudem sprach sie die Etatlage an. „Wir müssen bei den freiwilligen Ausgaben aufpassen.“ Manfred Fehn (CSU) sieht dagegen in dem Konzept mit der „hochqualifizierten Kraft“ die Chance, „Leute hinter dem Ofen vorzulocken“.

Danke sagte der Bürgermeister dem Ehrenbürger Joachim Wiegand. Er hat mit seiner Stiftung ein Glaskunstwerk für den Eingangsbereich des Freizeit- und Tourismuszentrums sowie der Rennsteighalle gespendet. Danke sagte Löffler zudem dem OGV Windheim sowie den Bürgern, die am „Tag der offenen Gartentür“ teilgenommen haben. Angela Wiegand (CSU) sprach eine Einladung für die Steinbacher Kirchweih aus, die am Wochenende stattfindet. Manfred Fehn (CSU) lud zum Sängerfest nach Windheim für das letzte Juliwochenende ein. Weiterhin wies Bürgermeister Löffler auf den 11. Juli hin. An diesem Tag findet der Bezirksentscheid für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft, unser Dorf soll schöner werden“ in Windheim und Hirschfeld statt.

aus "Fränkischer Tag" vom 06.07.2017


Hand in Hand für mehr Bürgerengagement

Steinbach am Wald - Der Gemeinderat Steinbach am Wald hat in seiner jüngsten Sitzung die Beteiligung am Projekt "Kommunalmarketing" von Kronach Creativ beschlossen. Damit möchte man noch mehr bürgerschaftliches Engagement in der Bevölkerung wecken. In der letzten Gemeinderats-Sitzung Mitte Juni hatten Vorsitzender Rainer Kober sowie Projektleiterin Margarita Volk-Lovrinovic von Kronach Creativ das Projekt "Kommunalmarketing" näher vorgestellt.

Von Heike Schülein

Ziel ist es, eine nachhaltig attraktive, vitale Gemeinde, die von dem Engagement und der Eigeninitiative der Bürgerschaft gestützt und getragen wird, zu schaffen. Wenn sich Bürger engagieren sollen, müssten diese - laut der Projektleiterin - wissen, wohin sich die Gemeinde entwickeln will. Dafür sollen Voraussetzungen geschaffen und Management-Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.

Der Ablauf sieht zunächst eine Analyse der Situation vor sowie die Durchführung von 15 Interviews zu den Fragen: Wo steht sie? Wo drückt der Schuh? Was ist das Besondere? Wo will die Gemeinde hin? Die Ergebnisse werden zusammengeführt, in einem Aktionsplan entwickelt, kommuniziert und innerhalb der Projektzeit von eineinhalb Jahren umgesetzt. Als Mittel hierfür sind Interviews, Klausurtagungen und die Diskussion mit der Bürgerschaft vorgesehen. Projektträger ist Kronach Creativ. Die Förderung erfolgt durch das bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Die Projektdauer ist auf den 31. Dezember 2018 befristet. In 2017 fallen Kosten von1500 Euro, in 2018 von 3000 Euro an.

"Das Projekt ist eine Investition in die Zukunft und bietet uns die Möglichkeit, projektbezogenes Engagement in der Bürgerschaft zu wecken", freute sich Bürgermeister Thomas Löffler (CSU). Auch 3. Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD) zeigte sich begeistert. Manfred Fehn (CSU) sah viele sich durch das Projekt bietende Chancen. Skeptisch war dagegen Stefanie Neubauer (CSU). Diese bezweifelte, dass sich tatsächlich - zusätzlich zum bereits vorhandenen großen Engagement der Bürger - noch mehr Menschen ehrenamtlich engagierten. Angesichts der Haushaltslage der Stadt erachtete sie diese freiwillige Leistung als problematisch. Der Beitritt wurde bei drei Gegenstimmen beschlossen. Der Bürgermeister und die Projektleiterin unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung.

Einstimmig beschloss das Gremium die Konzept-Umsetzung für die Ausstellungskonzeption und die Innenarchitektur des "FrankenwaldZentrums". Die Ausschreibung-Unterlagen werden erstellt. Beauftragt mit der Innenarchitektur und der Szenographie im Obergeschoss des Freizeit- und Tourismuszentrums ist die Project M GmbH. Zu den Themen hatten zwei Workshops stattgefunden, über deren Ergebnisse Stephan Ritter von Project M bei der letzten Gemeinderats-Sitzung berichtete. Das Gremium hatte die weitere Entwicklung und Planung freigegeben. In der nunmehrigen Sitzung stellten Ritter und Detlef Janosch die finalen Ergebnisse vor. Da erfreulicherweise auch die statischen Gegebenheiten geklärt werden konnten, geht es nun in die Umsetzungsphase. Ritter rief dazu auf, Exponate für das Obergeschoss zu generieren. Die dargestellten Themen Glas, Fischerei und Schiefer könnten jederzeit ergänzt beziehungsweise dann im Park umgesetzt worden. Für die vorgestellte Konzeption erachtet man ein Budget von 150 000 Euro zuzüglich 50 000 Euro für Elektrotechnik als ausreichend.

Straße wieder befahrbar
Der Bürgermeister gab bekannt, dass der aktuelle Bauabschnitt der Staatsstraße 2209 bis zum morgigen Freitag wieder befahrbar sei und dann ab Montag der zweite Bauabschnitt beginne. Bei der KC 18 werde Ende Juli mit dem Bau begonnen. Zum Thema Nationalpark erläuterte er, dass die Diskussionen und der Zusammenhalt der Landwirte und Forstwirte gut und intensiv seien. Er sprach Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner Anerkennung für sein stetes Bemühen um die Region aus. Wichtig sei es, dass die Diskussionen sachlich geführt und sich ergebende Projekte forciert würden. Dann sei ein Gewinn für die Heimat zu erzielen.

aus "Neue Presse" vom 06.07.2017

Kategorien: Aktuelles