Geld für den See wird fließen

Meldung vom 07.01.2019

Der Ölschnitzsee bei Windheim soll aufgewertet werden. Er ist aber nicht das einzige Projekt, für das die Regierung von Oberfranken der Gemeinde Steinbach am Wald erhebliche Fördermittel zur Verfügung stellt.

VON VERONIKA SCHADECK

Windheim — Noch in diesem Jahr kann es damit losgehen, das Freizeitgelände rund um den Ölschnitzsee in Windheim attraktiver zu gestalten. Nachdem der Landkreis noch im Dezember einen Förderbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem Röfe-Programm (Förderung von öffentlichen, touristischen Infrastruktur-Einrichtungen) entgegennehmen konnte, steht dem Vorhaben nichts mehr im Weg. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Steinbach am Freitagabend sagte Landrat Klaus Löffler (CSU), dass der Start für dieses Projekt noch für 2019 angestrebt wird.

Rund um den Ölschnitzsee sollen neue Liege- und Erholungsflächen geschaffen werden (wir berichteten). Zudem will der Landkreis ein Sanitärgebäude und familienfreundliche Spielbereiche auf dem Gelände errichten. Weiterhin sollen die Parkflächen erweitert und einige Wohnmobilstellplätze geschaffen werden. Insgesamt sollen durch den Landkreis rund 3,5 Millionen Euro investiert werden, um dieses Freizeit- und Erholungsangebot sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Touristen attraktiver zu gestalten.

Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) ist überzeugt, dass der Freizeitsee nach der Realisierung der Baumaßnahmen ein Besuchermagnet wird, zumal ein Privatinvestor zusätzlich bei diesem Gelände investieren will.

Dass die Gemeinde Steinbach am Wald in den vergangenen Jahren mit einer Vielzahl von Förderungen im touristischen Bereich seitens der Regierung von Oberfranken Unterstützung erhalten hat, wurde an den Ausführungen von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz deutlich. So erhielt die Kommune eine Förderung für die Generalsanierung des Freizeit- und Tourismuszentrums in Höhe von 2,5 Millionen Euro (gesamt 4,7 Millionen Euro) sowie für die Einrichtung des Frankenwaldzentrums im ersten Obergeschoss 112 000 Euro (gesamt 192 000 Euro). Mit weiteren 502 000 Euro unterstützt die Regierung die Errichtung des Kur- und Erholungsparks am Freizeitzentrum (gesamt 880 000 Euro). Auch für die Anschaffung eines Loipenspurgeräts gab es 77 000 Euro an Förderungen (gesamt 119 000 Euro).

Chancen erkennen

Beantragt wurde von der Gemeinde weiter die Gewährung von Städtebaufördermitteln für die Erstellung einer vorbereitenden Untersuchung im Rahmen des Isek-Vorhabens. Voraussichtlich gibt es auch eine Förderung für das Projekt „Umbau und Sanierung der ehemaligen Schule in Hirschfeld/Einrichtung einer Tagespflege“ in Höhe eines mittleren sechsstelligen Betrags, kündigte Piwernetz weiter an. Zudem bestehe Interesse, einem Antrag von Bürgermeister Thomas Löffler entsprechend, in Steinbach geförderte Wohnungen zu errichten. Die Regierungspräsidentin wies zudem darauf hin, dass die Oberfrankenstiftung verschiedene Projekte der Kommune mit insgesamt knapp 700 000 Euro unterstützt hat.

Piwernetz ging zudem auf den Landkreis ein. Die Herausforderung sei, die Chancen für eine zukunftsfähige Infrastruktur im Bereich der Medizin und Nahversorgung zu nutzen. Eine Möglichkeit, die Patienten im ländlichen Raum medizinisch besser zu versorgen, sah sie in der Telemedizin. Dieses Angebot könne die menschliche Zuwendung und das persönliche Gespräch zwischen Arzt und Patient zwar nicht ersetzen, aber die Telemedizin könne zu weniger Einschränkungen für chronisch kranke Patienten führen.

aus "Fränkischer Tag" vom 07.01.2019

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