BÜRGERVERSAMMLUNG

Meldung vom 26.11.2018

In Steinbach am Wald geht es mit großen Schritten voran


Bei der Bürgerversammlung wurde der neue Slogan der Gemeinde Steinbach am Wald „verbindlich“ vorgestellt. Das Bild zeigt Bürgermeister Thomas Löffler (links) mit seinem Gemeinderat. Foto: hs

von Heike Schülein

Steinbach — Von einem arbeitsreichen Jahr sprach Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) in der Bürgerversammlung. „Wir haben aktuell eine Förderkulisse, wie es sie zuvor so wohl noch nicht gegeben hat“, würdigte er. Damit böten sich unzählige Möglichkeiten für die Umsetzung zukunftsweisender Projekte. Hierzu zählten das Dorfhaus Kehlbach, die Dorfscheune Windheim, die Generalsanierung der alten Schule Hirschfeld sowie die Leuchtturmprojekte Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach und die Attraktivierung des Ölschnitz-Sees Windheim. Die laufenden städtebaulichen Voruntersuchungen stellten eine große Chance für Steinbach dar, insbesondere auch für die Überarbeitung des Bahnhofsbereichs.

„Kommunikation ist das A und O. Die Verwaltung steht unseren Bürgern immer offen“, bekundete Löffler, der auch auf die neugestaltete Homepage und den Facebook-Auftritt der Gemeinde verwies. Personalmäßig sei man gut aufgestellt. Nach über 40 Jahren werde Kämmerer Karl-Heinz Häusler im Dezember 2019 in den Ruhestand treten. Im nächsten Monat soll die Entscheidung über seine Nachfolge fallen.

Die Bürgerschaft zeige großes Engagement. Davon zeugten zahlreiche kulturelle Angebote. Für die hervorragende Flüchtlingsarbeit dankte er Drittem Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD). „Es gibt keine Probleme“, führte Neubauer aus und dankte seinen Helferinnen Laura Zipfel und Birgit Mildenberger. Bei den Flüchtlingen handele es sich durchwegs um Familien. Gesucht werden weitere Ehrenamtliche, insbesondere auch für Deutschunterricht sowie adäquater Wohnraum.

Klagen über Gestank

In der Diskussionsrunde gab es eine Hand voll Wortmeldungen. Anwohner beklagten Gestank und Rauch in der Saarbrunnenstraße durch eine zugezogene Familie. Wie der Bürgermeister bestätigte, handele es sich – laut dem Schlotfeger – um eine nicht legal betriebene Feuerstelle. Man habe bereits das Gespräch mit dem Eigentümer gesucht wie auch mit dem Landratsamt und der Polizei. Diese werde man von den neuerlichen Beschwerden in Kenntnis setzen.

Gefragt wurde nach den in der Gemeinde aufgrund der verschiedenen Netze abweichenden Wasserpreisen. In Steinbach liegen diese bei 2,57 Euro je Kubikmeter bei einer Grundgebühr von 48 Euro sowie in den Ortsteilen bei 2,95 Euro bei einer Grundgebühr von 108 Euro. Angeregt wurde eine Verlagerung des Mitfahrerbänkla auf die andere Seite des Kreisels bzw. in den Bereich Apotheke.

Nach der Umnutzung des Jugendraums für den Kinderhort wurden neue Räumlichkeiten für die Jugend in Steinbach angemahnt. Die Jugendlichen könnten, so Löffler, auf die Heinrichsklause ausweichen. Es laufen bereits Entwurfsplanungen für ein neues Domizil. Vorstellbar wäre das Milchhäusla.

Eingangs der Sitzung stellte Margarita Volk-Lovrinovic das Projekt Kommunalmarketing vor, an dem sich Steinbach seit Juli 2017 – als eine von drei Modellgemeinden – beteiligt. Mit dem Projekt unter Trägerschaft von „Kronach Creativ“ möchte man mehr bürgerschaftliches Engagement in der Bevölkerung wecken. Um dies zu erreichen, habe man sich intensiv mit Stärken und Herausforderungen sowie Chancen und Potenzialen der Großgemeinde auseinandergesetzt. Die Projektverantwortliche bescheinigte Steinbach – als attraktiver Wohn- als auch Arbeitsort – eine positive Entwicklung. Aus den Ergebnissen der Stärken- und Schwächenanalyse entwickelte man einen Aktionsplan mit den drei wesentlichen Säulen „Miteinander wachsen“, „Generationen-Vielfalt leben/gestalten“ und „Gemeindefamilie stärken“. Unter Einbindung einer Marketingagentur wurde als Kommunikations- und Handlungsbotschaft zur Aktivierung von Bürger-Engagement der Slogan „verbindlich“ entwickelt. Verbindlich daher, weil die Menschen verbindlich zueinander sowie zu ihrer Heimat und ihrem Wort stünden, die Gemeinde Generationen ebenso verbinde wie Ökologie und Ökonomie, Steinbach die Verbindung der Kommunen der Rennsteigregion darstelle und die hier lebenden Menschen verbinde. Nunmehr suche man Menschen, die diesen Slogan mit Leben erfüllten: Ideengeber, Macher, Botschafter und auch Freiwillige als Fotomotiv für ein Plakat.

aus "Fränkischer Tag" vom 24.11.2018


Verbindlicher Gruß aus Steinbach am Wald

In der Bürgerversammlung wird der neue Slogan der Gemeinde vorgestellt. Am Rennsteig herrscht derzeit Aufbruchstimmung.

von Heike Schülein

Steinbach am Wald - In Steinbach am Wald geht derzeit viel vorwärts. Das sagte Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) am Donnerstagabend in der Bürgerversammlung. "Wir haben aktuell eine Förderkulisse wie es sie zuvor so wohl noch nicht gegeben hat", erklärte er. Damit böten sich Möglichkeiten für die Umsetzung zukunftsweisender Projekte. Hierzu zählten das Dorfhaus Kehlbach, die Dorfscheune Windheim, die Generalsanierung der alten Schule Hirschfeld sowie die Leuchtturmprojekte Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach und die Attraktivierung des Ölschnitz-Sees Windheim. Die laufenden städtebaulichen Voruntersuchungen stellten eine große Chance für Steinbach dar, insbesondere auch für die Überarbeitung des Bahnhofsbereichs.

Personalmäßig sei die Verwaltung gut aufgestellt. Nach über 40 Jahren werde allerdings Kämmerer Karl-Heinz Häusler im Dezember 2019 in den Ruhestand treten. Im nächsten Monat soll die Entscheidung über seine Nachfolge fallen. Zum 40. Dienstjubiläum, davon fast drei Jahrzehnte in Steinbach, gratulierte er Helmut Hirth.

Ungeachtet der vor Ort spürbaren Aufbruchstimmung seien die Bevölkerungszahlen weiterhin rückläufig. Den bislang 18 Geburten stünden 31 Sterbefälle, den 110 Zuzügen 118 Wegzügen gegenüber. Damit habe man 3140 Einwohner, also 21 weniger als zu Jahresbeginn.

Stolz zeigte sich der Bürgermeister auf das neue Freizeit- und Tourismuszentrum als Aushängeschild der Gemeinde. Das Schwimmbad zählte bislang weit über 10 000 Gäste, rund 1200 im Monat. Das Projekt habe man von zwei Millionen Euro auf 900 000 Euro abgespeckt, wodurch es aber nichts an Attraktivität eingebüßt habe.

In der Diskussionsrunde gab es einige Wortmeldungen. Anwohner beklagten beispielsweise den unerträglichen Gestank und Rauch in der Saarbrunnenstraße durch eine zugezogene Familie. Wie der Bürgermeister bestätigte, handele es sich laut dem Schlotfeger um eine nicht legal betriebene Feuerstelle. Man habe bereits das Gespräch mit dem Eigentümer gesucht wie auch mit dem Landratsamt und der Polizei. Diese werde man von den neuerlichen Beschwerden in Kenntnis setzen.

Gefragt wurde nach den in der Gemeinde aufgrund der verschiedenen Netze abweichenden Wasserpreisen. In Steinbach liegen diese bei 2,57 Euro je Kubikmeter bei einer Grundgebühr von 48 Euro sowie in den Ortsteilen bei 2,95 Euro bei einer Grundgebühr von 108 Euro.

Nach der Umnutzung des Jugendraums für den Kinderhort wurden neue Räumlichkeiten für die Jugend in Steinbach angemahnt. Die Jugendlichen könnten laut Löffler auf die Heinrichsklause ausweichen. Es laufen bereits Entwurfsplanungen für ein neues Domizil. Vorstellbar wäre das Milchhäusla.

Bei der Zusammenkunft konnte auch der neue Messestand der "Rennsteigregion im Frankenwald" besichtigt werden sowie die Wanderausstellung des Bündnisses Familienfreudiger Landkreis Kronach, die für einige Zeit im Freizeit- und Tourismuszentrum stehen bleibt.

Eingangs der Sitzung hatte Margarita Volk-Lovrinovic von "Kronach Creativ" das Projekt Kommunalmarketing vorgestellt, an dem sich Steinbach seit Juli 2017 als eine von drei Modellgemeinden beteiligt. Mit dem Projekt möchte man mehr bürgerschaftliches Engagement in der Bevölkerung wecken. Um dies zu erreichen, habe man sich intensiv mit Stärken und Herausforderungen sowie Chancen und Potenzialen der Großgemeinde auseinander gesetzt. Die Projektverantwortliche bescheinigte Steinbach - als attraktiver Wohn- und Arbeitsort - eine positive Entwicklung. Man verfüge über eine gute Infrastruktur und eine landschaftlich reizvolle Lange. Die Bürger zeigten großes soziales Engagement und identifizierten sich mit ihrer Heimat. Der örtliche Einzelhandel wie auch Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe böten ein umfassendes Angebot beziehungsweise Spektrum. Stolz könne man die sehr gute Kinder- und Schülerbetreuung sein. Eine große Herausforderung stelle, dem ländlichen Raum geschuldet, die demografische Entwicklung dar. Das Durchschnittsalter in der Gemeinde betrage 46 Jahre.

Unter Einbindung einer Marketingagentur aus Nürnberg wurde als Kommunikations- und Handlungsbotschaft zur Aktivierung von Bürger-Engagement der Slogan "verbindlich" entwickelt. Verbindlich daher, weil die Menschen verbindlich zueinander sowie zu ihrer Heimat und ihrem Wort stünden, die Gemeinde Generationen ebenso verbinde wie Ökologie und Ökonomie, Steinbach die Verbindung der Kommunen der Rennsteigregion darstelle und die hier lebenden Menschen verbinde. Nunmehr suche man Menschen, die diesen Slogan mit Leben erfüllten: Ideengeber, Macher, Botschafter und auch Freiwillige als Fotomotiv für ein "verbindlich"-Plakat. Gefördert wird das - zunächst auf den 31. Dezember befristete - Projekt durch das Finanzministerium.

Neujahrsempfang
Der Neujahrsempfang der Gemeinde Steinbach findet am Freitag, 4. Januar, um 18 Uhr in der Schulturnhalle Windheim statt.

aus "Neue Presse" vom 24.11.2018

Kategorien: Aktuelles