Beratung in neuen Räumen

Meldung vom 28.11.2018

Das "Zentrum der Hilfe" in Steinbach am Wald ist umgezogen, in die Rennsteigstraße 19. Auch ein neuer Partner ist eingestiegen.

von Heike Schülein


Freude über die neuen Räume für das "Zentrum der Hilfe" in Steinbach am Wald (von links): Vermieter Andreas Fehn, die Vertreter der Sozialverbände mit Michaela Wittmann, Norbert Neukum, Cornelia Thron, Irene Piontek, Christa Körner, Elisabeth Reich, Jörg Löffler und Sabine Nuber sowie Bürgermeister Thomas Löffler. Fotos: Heike Schülein

Steinbach am Wald - Seit neun Jahren gibt es das Beratungshaus für die Rennsteigregion in Steinbach am Wald. Nun zog es in neue Räume in der Rennsteigstraße 19. Ratsuchende finden hier Hilfe und Unterstützung in vielfältigen Belangen. In den neuen Räumen sind AWO, Caritas, Diakonie, KAB und die Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement vertreten. Bisher war das "Zentrum der Hilfe" im ehemaligen evangelischen Pfarrhaus untergebracht. Nun zog man in renovierte Räume in der ehemaligen Filiale der Bäckerei Prasch. Das Kooperationsprojekt der Wohlfahrtsverbände steht unter der Leitung des Caritasverbandes für den Landkreis Kronach.

"Das ist ein besonderer Tag für die Menschen in der Rennsteigregion", freute sich Steinbachs Bürgermeister Thomas Löffler darüber, das Hilfsangebot für sozial schwache Menschen in der Rennsteigregion aufrechterhalten zu können. "Wir sind sehr froh, solche starken Sozialpartner an der Seite zu haben - mit der Bereitschaft, vor Ort in den nördlichen Landkreis zu fahren." Aufgrund der geplanten Generalsanierung war eine Weiternutzung des bisherigen Gebäudes nicht mehr möglich. Erfreulicherweise habe man nun moderne, barrierefreie Räume gefunden. Für deren Renovierung und zur Verfügungstellung dankte er dem Vermieter Andreas Fehn. Da das Beratungshaus nur zu bestimmten Zeiten belegt ist, sind noch Freiräume für weitere Interessenten vorhanden.

"Das ist ein wunderschönes Geschenk, dass wir hier nach fünf Monaten Pause weiterarbeiten können", sagte Caritas-Kreisgeschäftsführerin Cornelia Thron. Gegründet wurde das Beratungshaus 2009 mit dem Ziel, allen Bürgern im nördlichen Landkreis Kronach ein Beratungsnetzwerk anzubieten und kurze Wege zu ermöglichen. Ansprechpartnerin und Koordinatorin vor Ort ist Caritas-Sozialpädagogin Christa Körner. "Uns war es schon immer ein Anliegen, uns nicht auf Kronach zu konzentrieren, sondern für den gesamtem Landkreis da zu sein", betonte deren Kollegin Irene Piontek. Die hohen Fahrkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Kronach stellten für Menschen mit wenig Einkommen durchaus einen finanziellen Kraftakt dar.

Von Anfang an dabei ist Norbert Neukum von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien - ein Gemeinschaftsprojekt von Diakonie und Caritas. Er bietet Beratung an zwei Freitagen im Monat an. Etwas später stieß die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen hinzu. "Es ist uns wichtig, hier oben vertreten zu sein. Nicht alle haben ein Auto", erklärte Michaela Wittmann. Viele wüssten nicht, dass sie auch Unterstützung für Eltern bei der Entwicklung und Erziehung von Kindern bis zum dritten Lebensjahr anbiete.

Neu im Boot ist die Koordinierungsstelle bürgerschaftliches Engagement (KoBE) mit ihrer Mitmachbörse - ein Stellenportal für Ehrenamtliche und Engagierte. "Wir freuen uns sehr, diese Anlaufstelle auch im Norden anbieten zu können", sagte Projektkoordinatorin Sabine Nuber. Vor Ort vertreten ist man mit Jörg Löffler.

Das vielfältige Angebot der unter der Trägerschaft des AWO stehenden Fachdienste für seelische Gesundheit in den Landkreisen Kronach und Lichtenfels stellte deren Leiterin Elisabeth Reich vor. Dies umfasst einen sozialpsychiatrischen Dienst, begleitetes Einzelwohnen, therapeutische Wohngemeinschaft sowie eine Begegnungsstätte. Auch die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Bamberg leistet weiterhin jeden zweiten Donnerstagnachmittag Beratung und Vertretung im Arbeitsrecht sowie Sozialrecht.

Den Großteil der Kosten für das Beratungshaus trägt die Gemeinde Steinbach am Wald, Zuschüsse kommen vom Landkreis Kronach. Die weiteren Kosten teilen die Verbände unter sich auf.

aus "Neue Presse" vom 28.11.2018


Netzwerk im „Zentrum der Hilfe“

KOOPERATIONSPROJEKT Im neuen Beratungshaus in Steinbach am Wald sind die AWO, die Caritas, die Diakonie, die KAB und die Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement unter einem Dach vertreten.

VON HEIKE SCHÜLEIN

Steinbach am Wald — Nachdem das Beratungshaus in Steinbach am Wald als „Zentrum der Hilfe“ bislang im ehemaligen evangelischen Pfarrhaus untergebracht war, zog es nun in frisch renovierte Räumlichkeiten in der ehemaligen Filiale der Bäckerei Prasch. Das Kooperationsprojekt der Wohlfahrtsverbände steht unter der Leitung des Caritasverbandes für den Landkreis Kronach.

„Das ist ein besonderer Tag für die Menschen in der Rennsteigregion“, freute sich Steinbachs Bürgermeister Thomas Löffler darüber, das wohnortnahe Hilfsangebot für sozial schwache Menschen in der Rennsteigregion aufrechterhalten zu können. Erfreulicherweise habe man nun moderne, barrierefreie Räumlichkeiten gefunden, bahnhofsnah und mit Parkplätzen vor der Tür. Für deren Renovierung und Zurverfügungstellung dankte er dem Vermieter Andreas Fehn.

Noch Kapazitäten frei

Das neue Domizil umfasst neben dem Beratungsraum einen kleinen Warteraum und Sanitärräume. Da das Beratungshaus nur zu bestimmten Zeiten belegt ist, sind noch Freiräume für weitere Interessenten, auch aus anderen Branchen, vorhanden. Andreas Fehn bekundete, mit der Vermietung der Räumlichkeiten gerne einen Beitrag für die Aufrechterhaltung dieses wichtigen Angebots zu leisten.

„Das ist ein wunderschönes Geschenk, dass wir hier nach fünf Monaten Pause weiterarbeiten können“, zeigte sich Caritas-Kreisgeschäftsführerin Cornelia Thron begeistert von der einladenden Atmosphäre.

Kurze Wege für die Bürger

Gegründet wurde das Beratungshaus im Jahr 2009 mit dem Ziel, allen Bürgern im nördlichen Landkreis Kronach ein umfassendes, kompetentes Beratungsnetzwerk anzubieten und kurze Wege zu ermöglichen. Ansprechpartnerin und Koordinatorin vor Ort ist die Caritas-Sozialpädagogin Christa Körner.

Wie ihre Kollegin Irene Piontek verdeutlichte, verfolge die Caritas schon immer das Ziel einer greifbaren Hilfe. „Uns war es schon immer ein Anliegen, uns nicht auf Kronach zu konzentrieren, sondern für den gesamtem Landkreis da zu sein“, betonte sie. Dabei verwies sie auch auf die hohen Fahrkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Kronach, die für Menschen mit wenig Einkommen durchaus einen finanziellen Kraftakt darstellten.

Seit Anfang an dabei ist Norbert Neukum von der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien, ein Gemeinschaftsprojekt der Diakonie und Caritas. Er bietet Beratung an zwei Freitagen im Monat an.

Etwas später stieß die staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen hinzu. „Es ist uns wichtig, hier oben vertreten zu sein. Nicht alle haben ein Auto“, erklärte Michaela Wittmann, dass das Angebot im Besonderen von vielen nicht so mobilen Menschen genutzt werde. Viele wüssten nicht, dass sie auch Unterstützung für Eltern bei der Entwicklung und Erziehung von Kindern bis zum dritten Lebensjahr anbiete.

Ganz neu im Boot ist die Koordinierungsstelle bürgerschaftliches Engagement (Kobe) mit ihrer Mitmachbörse – ein Stellenportal für Ehrenamtliche und Engagierte. „Wir freuen uns sehr, diese Anlaufstelle auch im Norden anbieten zu können“, bekundete Projektkoordinatorin Sabine Nuber. Die Anfrage einer Beteiligung erachtete sie als große Wertschätzung und Anerkennung der bislang geleisteten Arbeit. Vor Ort vertreten ist man mit Jörg Löffler, selbst ein „Paradebeispiel“ der Mitmachbörse, über die er gleich mehrere Ehrenämter für sich entdeckte. Als „Kind des Rennsteigs“ habe er einen besonderen Draht zu den Leuten vor Ort.

Das Angebot der unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) stehenden Fachdienste für seelische Gesundheit in den Landkreisen Kronach und Lichtenfels stellte deren Leiterin Elisabeth Reich vor. Dieses umfasst insbesondere einen sozialpsychiatrischen Dienst, begleitetes Einzelwohnen, therapeutische Wohngemeinschaft sowie eine Begegnungsstätte.

Die Ansprechpartnerin und Betreuerin des Beratungshauses seitens der Gemeinde ist Maria Konrad, ihre Stellvertreterin Antje Neubauer.

Wer trägt die Kosten?

Den Großteil der Kosten für das Beratungshaus trägt die Gemeinde Steinbach am Wald. Zuschüsse kommen vom Landkreis Kronach. Die weiteren Kosten teilen die Verbände unter sich auf. Wie Bürgermeister Löffler betonte, handle es sich dabei keineswegs nur um ein Angebot für Steinbach, sondern für den gesamten nördlichen Landkreis. Die gleichen Angebote gibt es auch in Kronach. Ihre Inanspruchnahme ist in Steinbach am Wald und in Kronach kostenlos.

Das Angebot des Beratungshauses

Montagvormittag
Staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen (Träger: Diakonisches Werk Coburg): Jeden ersten Montag im Monat von 10 bis 13 Uhr Beratung zu allen Fragen zu Schwangerschaft, Geburt, Krisen nach der Geburt, Fehl- oder Totgeburten, Entwicklung und Erziehung des Kindes (bis zum dritten Lebensjahr), finanziellen Hilfen, Telefon 09261/ 93299, E-Mail: schwangerenberatung_kronach@diakonie-coburg.org

Mittwochvormittag
Soziale Beratungsstelle (Caritas-Kreisverband Kronach) wöchentlich von 9 bis 12 Uhr: Beratung für Menschen mit verschiedenen Problemen existenzieller, wirtschaftlicher, psychosozialer oder gesundheitlicher Art, Ausstellung von Berechtigungskarten für den Sozialladen, Telefon 09261/605620, E-Mail: soziale-beratung@caritas-kronach.de

Mittwochnachmittag
Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement/Mitmachbörse (Kronach Creativ) wöchentlich von 15 bis 17.30 Uhr: Anlaufstelle für Beratung und alle Fragen rund um das Ehrenamt, Telefon 09261/6709332, E-Mail: KoBE-KC@kronachcreativ.de

Donnerstagvormittag
Fachdienste für seelische Gesundheit (Awo-Bezirksverband) wöchentlich von 9 bis 12 Uhr: Beratung psychisch kranker Menschen und deren Angehöriger, Telefon 09261/3055, E-Mail: spdi.kronach@awo-omf.de

Donnerstagnachmittag
Arbeits- und Sozialrechtsberatung der KAB Bamberg alle zwei Wochen, 14 bis 17 Uhr: Beratung und Vertretung im Arbeitsrecht (bei Problemen am Arbeitsplatz) und Sozialrecht (Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehinderung usw.) Telefon 09261/52015, E-Mail: m.gerstner@kab-bamberg.de

Freitag
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien (Diakonisches Werk Kronach-Ludwigsstadt/Michelau und Caritas-Kreisverband Kronach): jeden ersten und dritten Freitag im Monat: Beratung für Eltern und Jugendliche bei Fragen zur Entwicklung und Erziehung, Telefon 09261/93730, E-Mail: info@eb-kronach.de

Anmeldung
Bei allen Angeboten Terminvereinbarung nötig. hs

aus "Fränkischer Tag" vom 29.11.2018

Kategorien: Aktuelles